© Simon Perathoner

© Simon Perathoner

GIUSEPPE PENONE

 

*1947, Garessio (I) 
Lebt und arbeitet in Paris und Turin.

B6
Scrive, legge, ricorda.
Alfabeto. Cuneo di ferro da piantare in un albero, l’albero crescendo lo assimilerà.
1972
3 Fotografien 20x20 cm, Amboss, 5x43 cm
Leihgabe AGIVERONA Collection

 

Penones Werk Scrive, legge, ricorda, entstand 1972, in einer sehr frühen Phase seiner künstlerischen Karriere, im Rahmen einer längeren Auseinandersetzung mit dem Wald und den Bäumen, indem der Künstler anhand von performativen Aktionen Spuren in der Natur hinterließ. In dieser Arbeit rammte Penone einen mit dem Künstlersignet und der Jahreszahl 1972 versehenen eisernen Amboss in den Stamm eines Baumes, womit er durch einen Akt der Gewalt ein künstliches Objekt in den Naturkontext einschleuste und somit den Baum zum markierten Objekt machte, an dem der Künstler seine Präsenz im Naturkontext hinterließ. In seinem Wachstum wird der Baum diesen Fremdkörper in seinen eigenen Körper aufnehmen und assimilieren, eine Aktion, welche auch gesellschaftliche und kulturelle Fragestellungen beinhaltet und thematisiert. Die aus dieser Aktion entstandenen Fotografien sowie der Amboss sind im Kreis für Kunst und Kultur St.Ulrich ausgestellt.