Franz West, il titolo è un segno (giorno), Credit Simon Perathoner.jpg

FRANZ WEST

 

*1947 - †2012, Wien (A)
Lebte und arbeitete in Wien

A3

 

 

 

 

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2011
Stahl, Hartschaum, Epoxidharz, Fiberglas matt, Kunstharzfarbe
Leihgabe HHW Private Fundation, Vienna und Galerie Meyer Kainer, Vienna


Das Unvollkommene, Unfertige und Widersprüchliche kennzeichnet die skulpturalen Objekte von Franz West, und die stete Möglichkeit einer Verknüpfung zweier sehr entfernter Ideen, nämlich der Philosophie mit der feinen Ironie. 
Entstand 2011 als sogenannte Sitzskulptur, welche an zwei Stellen genau auf Sitzhöhe erweitert wurde. Die Skulptur befindet sich im Dorfzentrum von St.Ulrich in einem privaten Garten, und lädt die Passanten ein, zu teilhabenden Betrachtern zu werden, oder vielleicht auch zu Gesprächspartnern. Die Kommunikation und Interaktion mit Kunst war stets vom Künstler intendiert, und kulminiert in einem spannungsreichen Austausch zwischen der plastischen Form des Objektes und dem menschlichen Individuum.
Mit dieser Arbeit bezieht sich Franz West auf den Philosophen Ludwig Wittgenstein, mit dem er sich über viele Jahre intensiv beschäftigte. Die Arbeit betitelt sich mit einem Kitzel, welchen Franz West in einem der Notizbücher Wittgensteins aufgefunden hatte, zusammen mit der Bemerkung des Philosophen, dass eine scheinbar beliebige oder unsinnige Linie unter bestimmten Umständen tatsächlich "in irgend einem wichtigen Sinne" einer musikalischen Komposition entsprechen könnte. Franz West hatte diesen Kitzel aus den „Vorlesungen über Ästhetik“ unter dem Titel „Wittgenstein Zitat“ aufbewahrt, und bereits früher ein Modell dazu kreiert.